Der Pinguin und der Eisbär – eine Fabel

Die Eisschollen glänzten in der Abendsonne, als sich der Eisbär wieder auf die Suche nach etwas Essbarem begab. So weit er auch schaute, er konnte nirgendwo eine Robbe oder aber einen Fisch ausmachen. Er dachte bei sich, es wäre gut, wenn sich die kleinen Robben nicht so sehr vor ihm fürchten würden, am liebsten wäre es ihm ja auch, wenn er sich von Algen und Seetang ernähren könnte, wie es die schönen großen Wale taten. Aber sein Magen knurrte schon hörbar. Da tauchte direkt vor ihm aus dem Wasser ein Pinguin auf. Noch nie hatte der Eisbär ein solches Tier gesehen. Erstaunt hielt er inne und wartet. Der Pinguin warf sich erschöpft auf eine der Eisschollen und schnaufte erleichtert. „Bin ich hier richtig?“ fragte er. „Das weiß ich nicht.“ antwortete der Eisbär. „Wo wolltest du denn hin?“ „Na zurück zum Südpol natürlich!“ erwiderte der Pinguin entgeistert. „Der Südpol ist dein Zuhause?“ „Ja!“ antwortete der Pinguin, „Ich habe mich auf den Weg in die Welt begeben. Dabei bin ich durch viele Meere und Flüsse geschwommen, habe Fische, Krebse und Vögel getroffen und mich mit Ihnen unterhalten.“ Der Eisbar sah in verdutzt an. „Warst du auch auf der Suche nach Futter? Mir geht es da ganz ähnlich, ich finde keine Robben mehr, die ich fressen kann. Fische habe ich hier schon ewig nicht mehr gesehen.“ gab er betrübt zur Auskunft. Jetzt sah in der Pinguin misstrauisch von der Seite an und fragte zögerlich: „Du weißt es nicht?“ „Was weiß ich nicht?“ entgegnete der Eisbär. „Ihr habt die Fisch und Robben verjagt!“ Aufgeregt richtete der Pinguin sich zur vollen Größe auf und watschelte von einem Ende der Eisscholle zum anderen. „Ihr habt eure Beute bedingungslos gejagt. Jeden Tag habt ihr euch den Bauch vollgeschlagen und euch in der Sonne ausgeruht. Ihr habt mehr gegessen, als ihr zum Leben gebraucht habt und nun leben hier keine Fische und Robben mehr!“ Der Bär setzte sich betrübt auf einen kleinen Berg Eis, der ihn unangenehm in den Hinter pikste. Nach einer Weile sprach er: „Wir? Es gibt kein „wir“ mehr. Ich lebe alleine am Nordpol, schon seit vielen, vielen Jahren. An meine Eltern kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Ich bin der letzte Eisbär auf der Welt.“ Traurig erhob er sich, schlich gebeugt zum Rand der Scholle und steckte seine Nase kurz in das eiskalte Wasser. Der Pinguin blickte ihm nach. Dann plusterte er sich entschlossen auf, steckte die Brust aus und ließ sich auf seinen Bauch fallen. Dadurch rutschte er mit Schwung über den Rand der Eisscholle und plumpste ins Wasser. Bevor er seinen Schwanz in die Höhe reckte, um dann Kopfüber ins Wasser zu tauchen, drehte er sich bekümmert zu dem Bären um. Er erklärte ihm: „Es ist einfach sich zu bedienen, wenn der Tisch reich gedeckt ist.“ Mit diesen Worten tauchte er unter und verschwand. 

Teilhabe – Freiheit, die durch die Demokratie gewährleistet wird, ist nicht kostenlos

Wir leben in einer überlebten Demokratie. Das predige ich schon lange. Predigen ist einfach. Man stellt sich vor eine Menschenmenge und spricht über die eigenen Überzeugungen und Glaubensgrundsätze. Natürlich mit der Haltung, dass das, was man zu sagen hat, richtig ist. Aus tiefstem Herzen und aus einer reflektierten Geisteshaltung heraus. Um ehrlich zu sein, ist die Menschenmenge in der Regel nicht so wahnsinnig groß. Oftmals sind es kleine, familiäre Runden, in der Kneipe, im Park oder einfach in der Bahn.

Mit dem Lenken der Aufmerksamkeit auf die vielen Aspekte, die politisch und gesellschaftlich sowie zwischenmenschlich schieflaufen, ist es allerdings mit Nichten getan. Auch wenn das Gewissen beruhigt und getröstet wird. Ausruhen ist also nicht mehr. Worte sind wichtig, Worte können Waffen sein, sie zielen genau ins Herz, bewegen Menschen und Gemüter, machen glücklich und traurig, verzaubern und verleihen der Fantasie Flügel. Sie dringen in die Köpfe der Menschen, aber sie verhallen; Es sei denn, sie stoßen auf Interesse oder Widerstand. Diskussion können heiß und scharf sein, laut und leise und ihre Früchte gehen in Gedanken über und werden vielleicht irgendwann zu Überzeugungen. Oder leiten die Gedanken zumindest auf eine Umleitungsstrecke, mit alternativen Routen und Parkbuchten, drosseln die Geschwindigkeit auf den eingefahrenen Bahnen des angehäuften und tiefverwurzelten Weltwissens und des Verständnisses der Gesellschaft, das jeder von uns besitzt.

Reicht das aus?

Worten müssen Taten folgen. Taten zählen mehr als Worte. Worte sind vergänglich. All das sind Redewendungen, die ihren Ursprung ebenfalls wie die Gefühle und Gedanken zumindest zum Teil in der Vergangenheit haben. Wir benutzen sie unbewusst, wissen aber genau, welche Aussage wir mit ihrer Hilfe tätigen wollen. Wir wollen aufrufen, wachrütteln, mahnen, appellieren und motivieren. Uns und in erster Linie andere. Wie schwer es sein kann, den Worten auch Taten folgen zu lassen, spiegeln die Gesellschaften der westlichen Welt wider. Wir wissen vieles, informieren uns, gehen wählen – im besten Fall – ärgern uns über die Nachrichten, Trump, Putin, Krieg, Missbrauch, Verletzung der Menschenrechte usw. – aber wir stehen nicht auf. Wir gehen nicht raus und schreien aus tiefster Seele, weil unser Herz aufgrund der unzähligen Verletzungen der Freiheit und der Würde des Menschen blutet. Wir bleiben sitzen. Warten. Lesen. Sprechen. – dann folgt die Bequemlichkeit. Die digitale Welt erlaubt uns eine Teilhabe an Schicksalen, Geschichten und der internationalen Politik. Wir werden nahezu zeitgleich unterrichtet über das Geschehen auf der Welt. Natürlich mit der Einschränkung, dass all diese Infos gefiltert, geschliffen, gebügelt und zu aller erst selektiert sind. Diese Tatsache blenden wir aus. Wir müssen diese Tatsache ausblenden, denn ansonsten stünden wir schreiend auf der Straße, auf dem Balkon oder aber im Garten – da bin ich sicher.

Teilhabe ist nicht Konsum. An etwas teilhaben bedeutet nicht nur Anteil nehmen, mitfühlen, sich einfühlen, gedanklich dabei sein und profitieren. Teilhabe bedeutet bis zum „Haben“ im Sinne von „Besitzen“ etwas zu tun. Sich einzusetzen, hineinzudenken, mit zu gehen, zu leiden, sich zu freuen und diese Gefühle und Emotionen mit anderen Menschen zu teilen. Teilen können wir dann, wenn wir aktiv werden, Kommunikation fördern und einen aufrichtigen und unverblümten und ungeschönten Austausch pflegen.

Der Teil mit der Aktivität überfordert die Demokraten im 21. Jahrhundert. Dieser Teil ist unbequem. Er fordert Raum, Geduld und Zeit. Die Überwindung von Vorurteilen, das Erheben über die Privilegien und Mut. Warum sollten wir auch Aufstehen und rausgehen? Wir kennen keine Not, wir leiden keinen Hunger, wir frieren nicht und leiden keinen Durst. Diese Zustände sind Abstrakta für uns. Auch wenn wir mit menschlichen Schicksalen konfrontiert werden, die genau diese Nöte erleiden, dann doch nur auf dem Papier, dem Fernseher oder dem Handy. Im digitalen Raum, in dem wir zwar immer mit einem Fuß unserer Aufmerksamkeit stehen, ihn aber wegziehen können, wenn es uns unangenehm wird. Dann treten wir auf die Straße, schauen in die Sonne und freuen uns auf den Nachhauseweg in der klimatisierten Bahn.

Fragen wir uns erneut: „Reicht es aus zu predigen?“ Nein, denn das, was es zu sagen gilt, entfaltet seine Wirkung nicht auf einer Einbahnstraße. Predigen ist leicht in einem Land, in dem die Versammlungs- und Meinungsfreiheit konstitutionell verankert sind. Niemand stört sich ernsthaft an einer Predigt, solange der Betreffende entscheiden kann, ob er zuhören möchte oder nicht, einschalten möchte oder nicht, die App öffnen möchte oder nicht. Die überlebte Demokratie in dem Land in dem wir leben, die Flüchtlinge vor der italienischen Küste, die Waisen in den Flüchtlingslagern an der türkisch-syrischen Grenze, die jugendlichen Opfer der Amokläufer in den USA, die bestialischen Leiden der Tiere in der Fleischindustrie, die Erderwärmung, Feinstaubbelastung usw. all das MUSS uns nicht interessieren. Das suggeriert uns das heilige digitale Zeitalter. Das Angebot an Unterhaltung und Zerstreuung ist groß. Die Pflege unserer Social Media Accounts nimmt uns in Beschlag in den kurzen Pausen, die unser arbeitsreicher Alltag uns lässt und der Stress, gegen den wir in unserem engen Zeitplan noch die Yoga-Stunde packen, schnürt uns die Luft ab. Individualität kostet Zeit.

Wir haben scheinbar vergessen, was Demokratie eigentlich bedeutet. Nicht nur der ideelle Wert dieser Staatsform in Sinne von Geschenk, das Dankbarkeit erzeugen sollte. Auch im wortgeschichtlichen Sinne. „demos“ bedeutet „Volk“ und „kratie“ bedeutet „Macht“. Wir gebrauchen unsere konstitutionell verliehene Macht dazu, unser Instagramprofil zu pimpen, mehr Geld zu verdienen, um es in Konsumgüter zu investieren und uns selbst als unabhängig zu feiern. So funktioniert die Geschichte mit der Macht allerdings nicht. Macht bedeutet Verantwortung. Und im politischen Sinne meint Verantwortung immer auch soziale Verantwortung. Teilzuhaben an der Gesellschaft. Als aktives Mitglied. Das ist keine Empfehlung, sondern eine Pflicht.

Freiheit, die durch die Demokratie gewährleistet wird, ist nicht kostenlos. Nicht nur unsere persönliche Freiheit ist Teil der Abmachung, sondern auch die aktive Gestaltung und die Übernahme von Verantwortung innerhalb unserer Gesellschaft. Teilhabe am Gesellschaftsleben ist der Preis, den es zu investieren gilt und der eigentliche Sinn, das erstrebte Ergebnis aller Freiheitskämpfe der letzten Jahrhunderte. In der französischen Revolution ging es nicht darum, das Leben im privaten Raum zu verteidigen, sondern für politische Mitbestimmung und das Recht auf Mitgestaltung des öffentlichen Raums auf die Straße zu gehen. Diese Errungenschaft ist uns lästig. Deshalb habe ich das Gefühl, dass wir die Demokratie satthaben – also überlebt haben. Wir haben buchstäblich die Schnauze voll. Richten uns ein in unserem beheizten Schneckenhaus, lassen uns von Amazon und Foodora beliefern und feiern den Fortschritt. Hoffentlich werden wir nicht irgendwann überrollt und müssen aus den Scherben unseres Schneckenhauses Neues schaffen, was uns neugeborene Nackte schützt und bewahrt vor allem Unheil. –

Oder wir fangen wieder an uns für die Welt zu interessieren, durch die wir leben dürfen.

https://www.dtv.de/buch/hannah-arendt-die-freiheit-frei-zu-sein-14651/

Mut

Alles im Leben beginnt mit Mut. In die Welt zu gehen, jeden Tag, und das Beste aus sich und dem Leben zu machen, für andere Menschen da zu sein, das Leben zu genießen, stark für sich und Andere zu sein, Erfahrungen zu machen, Veränderungen zuzulassen und herbeizuführen und dem Schicksal die Stirn zu bieten.

Was letztlich aber am meisten Mut fordert, ist die Liebe. Denn die Liebe ist kein Spiel ohne Gewinner. Sie das wertvollste Geschenk, das uns Gott oder das Universum macht. Sie ist die Kraft, die alles bewegt, alles verändert und gleichzeitig alles zusammenhält. Einen Menschen zu lieben, bedeutet alles ertragen zu wollen, alles in Kauf zu nehmen, jedes Gefühl und offen zu sein für das Leben und gegenüber allem, was das Leben für uns bereithält.

Liebe bedeutet leben. Und da das Leben kein Spiel ist, braucht es auch keine Verlierer und Gewinner. Nur Menschen, die mutig sind, Mensch zu sein und zu lieben.

One’s destination is never a place, but a new way of seeing things

 

Ganz schön okay?! Sagt Casper. Ich hab viel zu erzählen, schön dich zu sehen, auf einen Schnaps oder zehn! Es ist so schön, Erlebnisse und Erfahrungen mit Freunden zu teilen. Noch einmal in Gedanken durch den weißen Sand von Bali laufen, noch einmal einen Blick auf den Mount Everest werfen und spüren, wie sich der Wind angefühlt, wie die Sonne die Haut und die Seele gewärmt hat.

Freie Zeit ist das kostbarste Geschenk, das man bekommen kann. Lebenszeit, die wir anderen widmen, ist das größte Geschenk, das wir machen können. Die letzten drei Wochen waren angefüllt mit vielen besonderen Momenten und Erlebnissen. Was bleibt ist für das Jetzt die Freude über die Auszeit, die Eindrücke, die wir sammeln dürften und die Freude darüber, dass sich Menschen am anderen Ende der Welt Zeit für uns genommen haben, um uns ihre ganz persönliches Leben zu zeigen. Wir haben eine neue Welt kennengelernt, über die wir stets gedacht haben, alles zu wissen, weil sie uns aus Web, Film und Fernsehen so trügerisch vertraut und bekannt vorkommt. Wir als Deutsche und alle Bewohner der westlichen Welt eifern von Kindesbeinen – ob bewusst oder unbewusst – der erfolgreichsten und einflussreichsten Nation der Welt nach – Amerika.

Was aber passiert, wenn man nach Texas reist, um Amerika kennenzulernen? Richtig, man lernt Menschen in La Grange kennen, ein kleines, weitläufiges Örtchen im Südosten Texas, die mit Stolz und aus Spaß an der Freude Cowboyhüte im Supermarkt zum Einkaufen tragen, das Oktoberfest feiern, weil sich ursprünglich im 18. Jahrhundert deutsche und tschechische Siedler auf diesem wirklich wunderschönen Flecken Erde niedergelassen haben und klischeemäßig verrückt nach Country-Musik sind.

Ein stolzer, eigenständiger und zutiefst eigensinniger Staat, der als einziger unter 51 Staaten in den USA seine Flagge auf gleicher Höhe neben der US-Flagge hissen darf, ohne skrupelhaft oder respektlos zu sein. Der einzige Staat, der rechtlich und geographisch eigenständig zwischen Mexiko und der USA existiert hat und nicht auch nur ein kleines Stück dieses Kampfgeistes bis heute eingebüßt hat. Aus dieser Geisteshaltung heraus lässt sich vielleicht besser verstehen, warum gerade die Menschen in Texas ihre Freiheit und Unabhängigkeit mit Waffen verteidigen wollen, deren Besitzrecht ironisches Weise ein Symbol für die durch die Verfassung garantierte Freiheit der amerikanischen Bürger ist. Freiheit erschafft Vielfalt. Egal wo Mann oder Frau in Texas steht und sich um die eigene Achse dreht, es gerät mindestens eine Kirche ins Blickfeld. Menschen tragen große und kleine sowie bunte und schlichte Kreuze als Kettenanhänger und plakatieren Werbeflächen mit religiösen Slogans wie „Jesus loves you.“ Welcher Kirche man angehört, spielt eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass alle Nachbarn wissen, dass man sonntags zum Gottesdienst geht bzw. fährt, denn zu Fuß gehen kennen und können die Amis nicht . Deshalb sind auch die Gartenzäune in Texas keine Holzbarrikaden wie bei uns, sondern Maschendrahtzäune. Es wird geteilt, was mein Gegenüber wissen soll und das so lautstark und innig wie möglich. Schwierig wird es beim Thema Vertrauen. Die durchschaubaren Zäune werden in aller Regel von Hunden bewacht oder sind mit Kameraanlagen gesichert. Die offenen Grundstücke brauchen keine Mauern, denn ihre Bewohner dürfen ihr Hab und Gut mit Waffengewalt verteidigen. Was passiert also, wenn ich meinem Nachbarn oder gar einem fremden den Rücken kehre? Ich wiege mich in der Gewissheit, mich im Notfall verteidigen zu können. Leider leben die Texaner aber auch in dem Wahn, sich vor Unheil und Gefahr verteidigen zu müssen. Da ist es egal, ob man Hobbyschütze ist oder nicht, ob man Patriot oder Demokrat ist.

Texaner sagen, nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen. Ein Totschlag-Argument, was faktisch nicht von der Hand zu weisen ist. Was bleibt, ist ein ständiger Verdacht oder ein unterschwelliges Misstrauen. Gegen jeden Fremden, egal ob Amerikaner oder nicht. Demgegenüber steht eine offenherzige und authentische Gastfreundschaft sowie das Interesse an anderen Kulturen und Nationen. Es liegt stets eine gewisse Neugier in der Luft und wenn ein Gespräch Fahrt aufgenommen hat, rettet sich der Befragte allenfalls noch auf ein durchlöchertes Rettungsboot der typisch deutschen Zurückhaltung. Es gibt keine Tabu-Themen, die Amis wollen alles wissen und alles verstehen. Hier weilt das Gefühl der Vertrautheit ganz kurz. Minuten später jedoch oder spätestens beim Abschied am späteren Abend wird sich erneut der für deutsche Verhältnisse völlig überzogenen und viel zu überschwänglichen sowie oberflächlichen Abschiedsworte bedient, die viel verheißen, aber mehr Schall und Rauch sind als echte Sympathiebekenntnisse.

 

Amerika – ein Land voller Gegensätze. Was ganz schön okay ist, wenn man akzeptiert, dass man als Besucher nicht die Aufgabe hat, diese Gegensätze aufzulösen, sondern sie anzunehmen, zu verstehen und dann zu bewerten. Zum Abschied vor dem gelb-schwarzen Schulbus habe ich den Satz gehört: „Schön, dass ich so viel von dir lernen konnte.“ Wer ihn gesagt hat, weiß ich nicht, macht aber gar nichts, denn die Botschaft ist universell!

Das Ende, der Anfang und die Zeit zwischen den Jahren

Licht brach sich Bahn zwischen den schwer mit Schnee bedeckten Ästen der Weiß-Tannen. Sie standen wie Zeugen still und unverwüstlich. Die Sonnenstrahlen ließen die mikroskopisch kleinen Kristalle auf den Fußabdrücken im Schnee tanzen. Das Netz aus kleinen und großen Abdrücken wurde aus alten und neuen Wegen gebildet, die sich schlängelten, kreuzten und zusammen- sowie auseinanderführten. Kein menschlicher Ton war zu hören. Hier konnte die Natur ihrem Wesen nachgehen, wild wuchern, sich ausbreiten und gedeihen. Welch Paradoxon, ging es ihr durch den Kopf. Die meisten Menschen kamen regelmäßig auf den Friedhof, um die Gräber vom Wildwuchs zu befreien. Auf der Oberfläche Ordnung zu schaffen schien das höchste Ziel, wenngleich jeder Angehörige wusste, dass das Chaos, bestehend aus Verwirrung, Wut und Wahnsinn, nie zu bändigen sein würde. Sie dachte an Heuchelei. Letzten Winter hatte es so häufig und intensiv gestürmt, dass der Schneeregen unbarmherzig jede Grabverzierung, jedes Gesteck aus Tannen und Kerzen, erst hinweggefegt und dann bedeckt hatte, sobald man es aufgestellt und die schützenden Hände entfernt hatte. Nichts bleibt an seinem Ort, dachte sie. Die Vorstellung von der Zukunft kann realistisch sein, detailgetreu, ehrlich und philanthropisch. Dennoch findet Bewegung statt, in den Köpfen der Menschen und im Leben selbst. Wozu sich dann immerzu Gedanken machen, dachte sie und lächelte obgleich ihres Geistes, den sie in diesem Moment liebevoll aus der Distanz betrachtete. Fortschritt ist gut, überlegte sie. Fortschritt im buchstäblichen Sinne. Sich weiter auf den Weg machen. Sie hatte Pläne gemacht für dieses Jahr. Eine Reise mit dem Schiff, einen Kurs im kreativen Schreiben, regelmäßige Besuche ihrer Eltern, eine Umschulung, eine kleinere Wohnung. Noch sieben Tage, bis sie sich eingestehen musste, dass sie sich erfolgreich gegen das Voranschreiten des Lebens gewährt hatte. Zum dritten Mal stand sie nun an diesem Erinnerungsort vor dem Jahreswechsel, blickte auf ihre vor dem Oberkörper gefalteten Hände und fragte sich, ob es Zeitschleifen gab. So wie in dem Film Täglich grüßt das Murmeltier. Was würde sie tun, wenn die Zeit zwar weiter von Tag zu Tag voranschreitet, aber in beschränkten Bahnen? In einem Zyklus von genau 365 Tagen? Dann müsste sie die Verantwortung nicht mehr tragen, sondern könnte sie guten Gewissens an eine höhere Macht abgeben, was sie ohnehin schon tat.

Wie jeden Dienstag hörte sie Schritte, die ihr mittlerweile vertraut waren und sah links herüber dem Hut entgegen, der, dicht ins Gesicht gezogen, getragen wurde von einem grauen Mantel und schicken schwarzen Lederschuhen, die sich im Wiegeschritt auf ihr Ziel zubewegten. Sie fragte sich, warum er diesen Aufzug wählte. Nicht nur zu Festtagen. Er musste ausschließlich mit dem Reinigen seines Mantels und dem Putzen seiner Schuhe beschäftigt sein. Er zog, wie jede Woche, den Hut als er sie sah. Sie zuckte innerlich zusammen, gab sich aber einen Ruck und hob ihre linke Hand zum Gruß. Sie sah ihm nach, als er um die Ecke gewandert war. Verbündete im Geiste waren sie. Auch wenn sie die Fakten seines Lebens nicht kannte, erkannte sie sich in ihm wieder. In dem Drang, das Vergangene zu schützen. Wie viele Jahre mochte er diesen Platz schon aufsuchen? Wie viel Zeit war verstrichen, verschenkt, seitdem ihre geliebten Menschen gestorben waren? Sie wusste, dass sie ein Verbrechen beging. Sie war sich ihrer Schuld bewusst. Sie verschenkte Lebenszeit. Ein Wind kam auf und sie zog den Kragen ihrer Jacke über die Ohren. Sie blickte einen stillen Moment auf die Schneerose, die der Kälte mit erstaunlichem Willen trotzte. Die kleine Blume reckte tapfer ihre weißen Blüten gen Himmel der Sonne entgegen. Da spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter. Sie erschrak und drehte sich der Hand entgegen. „Fröhliche Weihnachten“ sagte er. Entgeistert erwiderte sie „Gleichfalls Fröhliche Weihnachten“. „Ich dachte mir, es wäre an der Zeit, Ihnen beiden einen Besuch abzustatten.“ erklärte er. „Uns beiden?“ fragte sie irritiert. „Ja, Ihnen und Ihrem Mann.“ Sie blickte innerlich über die Schulter auf den Grabstein. „Wissen Sie, meine Frau hat immer viel Wert auf ihr Äußeres und ihre Kleidung gelegt. Ich wiederum bin eher der Freizeitlook-Typ.“ Mit einem Lächeln sagte er dies, was sie dazu veranlasste, ihm ein kleines Lächeln zu schenken und zu sagen: „Das sehe ich!“ Er grinste sie an. Da fiel ihr auf, dass er jünger war, als sie gedacht hatte. Sie fragte „Woher wissen Sie, für wen ich hier bin?“ „Ich glaube, dass wir nicht um unserer Liebsten Willen hier sind. Wir sind für uns hier. Weil wir Versprechen halten wollen, weil wir Dinge besser machen wollen als früher, weil wir treu sein wollen und wir Angst haben zu vergessen.“ Seine ausführliche Antwort gab ihr mehr Rätsel als Antworten auf. Sie schaute ihn kritisch an und gab zur Antwort „Es ist leicht, eine abstrakte Antwort auf eine unangenehme pragmatische Frage zu geben, der man ausweichen will.“ Er lachte laut auf und erwiderte: „Ich habe Ihre konkrete Frage zum einen nicht beantwortet, weil Sie die Antwort bereits kennen. Ich habe mir den Grabstein Ihres Mannes angeschaut. Zum anderen beinhaltet Ihrer Frage eine weitreichende Intention. Sie wollen wissen, warum ich mich dafür interessiert habe, wen Sie hier besuchen.“ Sie blickte beschämt auf ihre Hände, erinnert sich daran, wer sie gewesen war und sagt: „Ja, vielleicht habe ich mich das gefragt.“ „Die Antwort ist dieses Mal simpel. Ich wollte Sie gerne fragen, ob sie Lust hätten, einen Kaffee mit mir zu trinken.“ fragte er vorsichtig. „An Weihnachten?“ wunderte sie sich. „Trinken Sie zu Weihnachten lieber Tee?“ tastete er sich behutsam vor. Wieder musste sie schmunzeln. Dennoch gab sie im barsch zur Antwort: „Und dann reden wir über unser beider Schicksal und bemitleiden uns gegenseitig?“. Dieses Mal verengten sich seine Augen. „Nein. Wir könnten zum Beispiel über die Schneerosen auf dem Grab Ihres Mannes und die Orchideen auf dem Grab meiner Frau sprechen. Vielleicht haben Sie einen Tipp für mich, wie ich verhindern kann, dass sie ständig kaputtgehen.“ Dieses Mal lächelte sie wieder. „Orchideen sind keine Winterblumen. Darum gehen sie ein, wenn man sie bei bitterer Kälte nach draußen stellt“ erläuterte sie. „Sehen Sie.“ sagte er erfreut, „Sie können mir viele hilfreiche Hinweise geben und dafür würde ich Ihnen den Kaffee oder Tee ausgeben.“

Sie zögerte. Ihr Blick wanderte über das Wegenetz aus glitzernden Fußabdrücken. Ihre Wege hatten sich heute das erste Mal gekreuzt. Vielleicht, dachte sie, könnte dies der Anfang des Fortschritts sein. Vielleicht würde sie nächstes Jahr berichten können, dass sie sich ein kleines Stück in Richtung Zukunft bewegt haben würde.

„Ich würde einen Eistee trinken.“ erklärte sie entschlossen. Er schaute verwundert, nickte dann aber. Parallele Fußspuren zogen sich von dem Grab ihres Mannes zum Grab seiner Frau, stellte sie fest und sie ertappte sich bei dem Gedanken, wie schön es war, dass Verbündete im Geiste Spuren im Schnee hinterlassen können.

Sonnenallee

Herbstlaub rauschte auf der Straße. Mützen wanderten wohin das Auge reichte. Menschen huschten von einem Hauseingang zum nächstgelegenen wie Ratten in der Dunkelheit, um sich vor der steifen Nordbrise zu schützen. Es war wie eine Reise, auf die sich niemand freiwillig begeben wollte. Die Kälte erbarmte sich seit Tagen nicht, die Hoffnung auf einige sonnige Spätherbsttage verblasste unter der Neonbeleuchtung, die nun bereits am späten Nachmittag die Sonnenallee in ein Meer aus unnatürlichem Schein tauchte. Wenn er an diesen Tag gedacht hatte, an dem er zurückkehren würde, wie es sich anfühlen würde, dann hatte er stets die Sonnenstrahlen auf seinen Armen gespürt, hatte die sirrend heiße, stickige und dickflüssige Großstadtluft während des Einatmens in seinen Lungen gespürt. In seiner Vorstellung hatten Kinder an der Bushaltestelle Lärm aus ihren Boxen ertönen lassen, den er nicht zuordnen konnte, hatten die Bewohner seiner Heimatstadt bauchfreie Tops getragen, die alles entblößten, was die Tattoo- und Narbenkunst zu bieten hat. In seinen Gedanken war er unzählige Male zurückgekehrt, ohne es zu wollen. Sein Geist hatte dieses Spiel in unbedachten Momenten mit seinem Bewusstsein gespielt, so oft, dass ihm diese Version der Ereignisse falsch, sogar unwahr und wie ein Betrug vorkam. Sie war gegangen und mit ihr der Sinn in allem Sein. Die mit Graffiti kunstvoll verzierten Rollläden ihres Geschäftes hatten sich seither keinen Zentimeter bewegt, dessen war er sich sicher, als er einen Moment im eisig peitschenden Wind ungeschützt vor der Hausnummer 49 stehen blieb. Er entließ mit seinem Atem alle Erinnerungen an den Tag im vergangenen Sommer, an dem er vergebens in seiner Mittagspause durch die Straßen gehetzt war, um sie zu sehen, denn wenn er wie gewöhnlich zu spät am Abend von der Arbeit kam, hatte ihr Café schon geschlossen. Ihm war die Reise auf den Hauptschlagadern der Stadt binnen einer Stunde von Charlottenburg nach Neukölln und wieder zurück wie ein Wimpernschlag vorgekommen. Er hatte nicht ein einziges Mal daran gezweifelt, ob diese Fahrt es wert sein könnte. Wenn er sie hinter dem Tresen erblickte, lösten sich noch die tiefsten rationalen Grundfeste seines Daseins auf. Auf den grau an grau gestapelten Latten prangte das Logo des Cafés. Ein Kaffeebecher, in dessen Mitte sich ein Einhörnchen befand, das den Betrachter blöd angrinste. Wer denkt sich so etwas aus? dachte er. Eine Mischung aus einer hübschen Ratte und einem gehypten Fabelwesen? Er schüttelte den Kopf, fuhr sich mit der rechten Hand durch sein Haar, drehte dem Café den Rücken zu und und lief los, ohne ein Ziel zu haben. Er hatte gelesen, dass Eichhörnchen zu den Tieren gehörten, die man als Kulturfolger bezeichnet. Wie passend, sinnierte er, dass eben dieses Tier nun auf dem Kaffeebecher, dem Symbol des kulturvierten Großstädters, als Abbild, Götzenbild verewigt worden war. Er hatte sich eine gänzlich andere Ewigkeit gewünscht. Der scharfe Wind lies nach. Die Wolkentürme ragten nun fast bewegungslos über den Häuserdächern empor. Vor ihm das U-Bahn-Schild mit der Aufschrift Sonnenallee. Ein Wimpernschlag, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Er blickte nach rechts, sein Blick fiel auf die Dönerbude. Ein Stück Heimat könnte das Fernweh, das wie ein Fieber ausgebrochen war und sich in seinem Körper ausbreitete, betäuben. Als er die Tür aufschob, begrüßte ihn der vertraute Geruch nach zu altem Fett wie ein alter Freund, dessen Namen er vergessen hatte. Er bestellte eine Falafel mit Salat. Der Mann hinter der Theke fragte: „Scharf?“, „Ja, bitte.“, gab er abwesend zur Antwort. „Zum mitnehmen?“ folgte auch sogleich die zweite Frage. „Haben sie einen Geist gesehen? lautete die folgende Frage, die ihn aus seinen Gedanken riss. „Wie bitte?“ „Naja, ob sie ein Gespenst gesehen haben, wollte ich wissen?“ Der Mann hinter der Theke grinste ihn breit und mit einem freundlichen Lächeln an. „Ich, nein, wie kommen Sie denn darauf?“ „Ich weiß es nicht, sie sehen eben verwirrt aus, auch auf dem Kopf.“ Wieder lächelte der Mann, nahm das Geld entgegen, das ihm über der Theke gereicht wurde, und wendete sich der Fritteuse zu, in der goldgelbe Fritten brutzelten. „Entschuldigen Sie bitte…“ Hob er zu einer Frage an: „Kennen Sie das Café in der Treptower Str. 49?“ Der Mann drehte sich um, blickte ihn verständnisvoll an, lächelte wieder, dieses Mal zaghafter, sanfter. „Jawoll, Wunderland, das kenne ich. Besser gesagt, ich kannte es, denn es hat seit geraumer Zeit geschlossen.“ Pause. „Wir vermissen sie alle sehr. Im Sommer hat sie den Nachbarskindern heimlich Kekse zugesteckt und dabei immer ein strahlend helles Lächeln im Gesicht gehabt.“ Er stand auf, die Falafel lag perfekt eingewickelt in Alufolie auf dem Tresen. Er sah nicht zur Theke, er schob die Tür erneut zur Seite, trat in das blendend hartweiße Licht und bewegte sich erst langsam, dann immer schneller Richtung U-Bahn-Haltstelle. Jetzt rannte er, er bog um die Ecke, stürzte die Treppenstufen zu den Bahngleisen hinauf, sprintete durch den Plexiglastunnel oberhalb der Schienen und sprang in die gelbe Tram, die zur Abfahrt bereitstand. Er blickte nicht zurück. Er dachte an die Sonnenstrahlen, die auf dem Asphalt tanzten, in diesem Sommer, in der Treptower Straße 49. Er dachte an ihr Lächeln, er dachte an sein Lächeln.

Wie werd ich ihn los in 10 Tagen?

Was macht Mann respektive Frau, wenn es Sonntagmorgen 06:30 Uhr ist, man dementsprechend tief und fest schlafen und sich auf ein ausgedehntes Frühstück freuen sollte? Richtig, einen detox Tee kochen, leise durch die Wohnung schleichen und sich überlegen, wie man aus dem Schlamassel herauskommt, der nebenan selig im eigenen Schlafzimmer schläft und schnarcht. Ich komme mir gerade vor wie Carrie Bradshaw und habe sicherheitshalber im Fenster nebenan Spiegel online geöffnet, damit ich schnellstmöglich switchen kann, falls sich etwas im Nebenzimmer regen sollte. Eine Kolumne über das Beziehungs- und Lifestyle-Leben in New York zu schreiben, hat sicherlich seinen Charme und ich würde niemals leugnen, dass wir nicht alle, die wir heute zwischen 30 und 40 Jahre alt sind, viel von Carrie und Co. gelernt haben, aber dennoch komme ich mir gerade vor wie im falschen Film.

Das Ganze fing eigentlich recht harmlos vor zwei Monaten während eines Abendessens bei einer guten Freundin an. Ich war gerade aus Irland zurückgekommen, voller Energie und Tatendrang und beseelt von vielen imposanten Eindrücken und dem Gefühl der Unabhängigkeit, nachdem ich ein kleines Road Trip-Abendteuer auf der grünen Insel erleben dürfte. Die Zeit alleine hatte viel Raum für das Kreisen der Gedanken gelassen und ich konnte Prioritäten setzen und im Geiste Pläne schmieden, was mir ein enormes Gefühl der Befriedigung verschafft hat. Dass ich an diesem besagten Abend jemanden kennenlernen könnte, ist mir nicht im entferntesten in den Sinn gekommen und gehörte auch mit Nichten zu meinen Plänen, was so unglaublich typisch für mich ist. Drei Wochen und drei Dates später fand ich mich dann in der Wohnungen des schlafenden Gastes mit der Frage konfrontiert, was ich eigentlich von Freundschaft plus halten würde. Nicht wirklich viel um ehrlich zu sein, wobei ich mir damals sicher war, dass kein Zwang bestünde, dem Kind einen Namen zu verleihen. Der Ansicht bin ich auch immer noch, jeder Sache ein Etikett zu verleihen ist auch nicht immer zuträglich, keine Frage. Die Erfahrung, die ich bis dato noch nicht machen dürfte, ist allerdings eine wahre Herausforderung, nämlich sich näher mit einem Menschen auseinanderzusetzen, der mitten in einer dicken fetten Midlifecrisis steckt. Das Ergebnis? 39, Herzchirurg, Heirats- und Kinderwunsch und Bindungsängste. Seitdem stecke ich zwischen diesem ganzen Wirrwarr und habe gerade das Bedürfnis die Zeit zurückzudrehen und alles auf Anfang zu setzen. Ich kann dieses Paket im Moment so gar nicht gebrauchen. Etwas unbeschwertes, unkompliziertes wäre nett gewesen und vermutlich auch das, was ich brauchen könnte. Stattdessen scheint es eine Art Aufgabe zu sein, die mir das Schicksal auferlegt hat, auf Menschen zu treffen, die ein beachtliches Päckchen mit sich herumtragen und auch keinen Hehl daraus machen. Fast schon unverschämt offen und direkt sehe ich mich konfrontiert mit diffusen Frauengeschichten, gescheiterten Beziehungsversuchen und unsteten Pläne eines attraktiven Mannes, der gerade dabei ist, sein Leben neu zu ordnen und mehr Baustellen als Land unter den Füßen hat. Ich kenne dieses Gefühl zwar selbst mehr als gut, aber ich haue keinen beinahe fremden Menschen alle meine Probleme nonstop um die Ohren. Zwischenzeitlich komme ich mir vor wie Kate Hudson, die Matthew McConaughey verzweifelt versucht loszuwerden und andersherum.

Natürlich könnte ich einfach einen Schlussstrich ziehen, mich nicht mehr melden, sogar ohne eine tiefgreifende Erklärung abzugeben, aber mein Helferkomplex lässt das nicht ohne weiteres zu. Eine kleine Vertrauensbasis ist ebenfalls bereits geschaffen, sodass ich mich schon wieder in eine Geschichte verstrickt sehe, von der ich jetzt schon weiß, dass sie kein gutes Ende nehmen wird. Es ist zudem äußerst erschreckend, dass meine und die Erfahrungen meines näheren Umfeldes die Vermutung nahe legen, dass an der Generation Beziehungsunfähig doch etwas wahres dran sein könnte. Ich frage mich nur, warum uns alle der Mut verlassen hat, sich auf etwas einzulassen. Sind wir alle zu oft und zu tief verletzt worden? Wollen wir uns nicht binden, weil wir glauben oder hoffen, etwas noch besseres zu finden? Sind wir auf der Suche nach dem einen Seelenverwandten oder ist es schlicht das schier unerschöpfliche Angebot, das uns zweifeln und unverbindlich werden lässt?

Für meinen Teil weiß ich sicher, dass ich nicht die treibende Kraft in diesem speziellen Fall sein werde, die zuversichtlich und initiativ die Werbetrommeln für eine gemeinsame Zukunft rühren wird. Ich wünsche mir, dass diesen Job der Mann übernimmt. Nicht, weil ich keine Verantwortung übernehmen möchte oder keinen Mut aufbringen kann, sondern weil ich mir erhoffe, dass es dort draußen noch Männer gibt, die sich entscheiden können, die keine Angst haben, etwas zu verpassen und die den Wert erkennen, der sich hinter meinem Vertrauen, meiner Ehrlichkeit und meiner Ernsthaftigkeit verbirgt.

Ich kann nicht jeden retten, eine Lektion, die ich in den letzten Monaten auf bittere Weise lernen musste. Auch wenn ich vielleicht nicht selbst gerettet werden muss, möchte ich doch von einem Mann vollen Einsatz erleben und mir sicher sein, dass er mit Zuversicht und allen guten Vorsätzen in die Zukunft schaut und sich ohne zu zögern für mich entscheidet.

Jetzt müsste ich nur noch den Hintern hoch bekommen und all das meinem schlafenden Gast verständlich machen. Er wird dann vermutlich entscheiden, ob er beim nächsten Besuch eine Zahnbürste mitbringt oder aber das Weite sucht ;).

 

Zur Feier des Tages!

Irgendwie hatte ich es im Gefühl, der Drang hat heute ganz leise angeklopft, wieder einmal einen Blogeintrag zu schreiben und siehe da, WordPress gratuliert mir just an diesem 26.07.2017 zum einjährigen Jubiläum und ich musste gerade über beide Wangen grinsen. Was ich mir vor einem Jahr von dem Schreiben eines Blogs erhofft habe, weiß ich gar nicht mehr genau, aber an das Gefühl von damals, kann ich mich sehr gut erinnern. Ich wollte einiges aus meinem tiefsten Inneren loswerden und hätte ich dies nicht in Form des ersten Blogeintrages getan, hätte ich mich wahrscheinlich aus dem Fenster gelehnt oder auf den Balkon gestellt und alles, was mich bedrückt und tief verunsichert hat, lauthals herausgeschrien. So jedenfalls hat sich die Last angefühlt, die sich auf mein Herz, meinen Geist und meine Seele gelegt hatte und der Berg aus Ängsten, Hoffnungen, Unsicherheiten und der Perspektivlosigkeit schien mir schier erdrückend, sodass mir buchstäblich die Luft zum Atmen gefehlt hat.

Sicher habe ich mir damals vorgestellt und vorgenommen, dass ich regelmäßiger bloggen würde und gehofft, dass ich mir Zeit nehme und die Muße finde, alle meine wirren Gedanken in Worte zu fassen. Das Ergebnis sieht in Zahlen nicht wahnsinnig beeindruckend aus. Dafür habe ich allerdings heute die Gewissheit, dass ich mit diesem Blog einen Weg gefunden habe, die Dinge, die mich stetig beschäftigen und in mir rumoren, auf einen Weg zu schicken, weit in die Welt hinaus und gleichzeitig durch die Gestaltung der Gedanken in meinen eigenen Worten, diese leichter werden zu lassen und klarere Struktur zu sehen, die  für mich in meinen Kopf greifbarer werden und ich kann besser mit ihnen arbeiten, nehme mich und mein Leben deutlich wahr, sprich, ich bin achtsamer mir selbst gegenüber geworden und das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen.

Zuweilen fällt es mir noch schwer, erlernte und geliebte Verhaltensweisen und Muster loszulassen, mich von den ungeliebten Marotten zu trennen und so intensiv und beständig an mit zu arbeiten, dass sich eine dauerhafte Veränderung einstellt. Der Weg, der vor mir liegt, ist nach wie vor lang, aber ich sehe diesen Weg heute nicht mehr nur als Aufgabe, die ich bewältigen muss, sondern vor allem als Chance, die mir geben wird, um mich jeden Tag neu zu fragen, was heute wichtig ist und welche Prioritäten ich setzen möchte.

Ich liebe die Metapher vom Weg des Lebens, der über Stolpersteine und durch tiefe Täler führt, auf dem wir von Freunden begleitet, gezogen und geschupst werden oder aber überrannt werden von sportlicheren oder einfach rücksichtlosen Läufern, die unseren Weg und unser Leben streifen. Gelernt habe ich, dass es aber nicht nur auf die Beschaffenheit des Weges ankommt, sondern auch darauf, wie gut wir vorbereitet sind, unserer Wege zu gehen. Wir können uns ausrüsten, vor schlechtem Wetter schützen und die Karte studieren. Wir können Streckenabschnitte mit dem Bus bewältigen, Pause machen oder aber uns ins Flugzeug setzen und am anderen Ende der Welt einen neuen Weg beginnen. Wie wir das machen? Wir lernen Menschen kennen, die uns inspirieren, indem sie uns ihre Geschichte erzählen und uns neue Wege aufzeichnen, wir sammeln Erfahrungen und setzen diese um, indem wir Entscheidungen bedachter fällen, die Perspektive wechseln, mehr Sicherheit gewinnen, wenn wir uns fragen, was uns im Leben, im Alltag und für die Zukunft wichtig ist. Wir lernen auch zu erkennen, wer uns helfen kann, Herausforderungen zu bestehen und wer uns eher ausbremst und uns so zum Stillstand überredet oder sogar zwingt. Wir wissen, dass wir mit jeder Etappe, die wir hinter uns bringen, mutiger werden, mehr Selbstvertrauen gewinnen und über uns hinauswachsen. Und, was vielleicht am wichtigsten ist, wir wissen, dass jede Pause, die wir einlegen, uns nicht vom Erfolg trennt, sondern uns dem Ziel ein Stück näherbringt.

Auf welche Weise ich meinen eigenen Weg gehen möchte, variiert jeden Tag. Mal möchte ich (noch) gesünder leben, mehr Sport machen und das Maximum in meine Gesundheit investieren. An anderen Tagen holen mich erlernte und teilweise auch heißgeliebte Verhaltensweisen ein, die mich von meinen Vorsätzen trennen. Dann esse ich Pommes, ein Eis, eine Packung gesalzene Nüsse und abends auf der Couch noch eine Tüte Chips, habe Magenkrämpfe und ein schlechtes Gewissen, aber den Heißhunger befriedigen zu können, erzeugt ja irgendwie auch ein Glückgefühl und dann frage ich mich, ob ich jemals gänzlich gesund leben können werde und hadere mit meiner Unachtsamkeit und meiner mangelnden Disziplin. Auch das Rauchen ist nach wie vor ein ständiger Begleiter, den ich noch nicht bereit bin, ziehen zu lassen usw. usw. usw. …

Wie kostbar Zeit ist, in der ich aktiv werden kann und Wege beschreiten kann, die mir neue Eindrücke schenke, habe ich verstanden und nutze sie deshalb bewusster als zuvor.

Ängste und Unsicherheit sind ebenfalls unliebsame Zeitgenossen, die immer wieder meine Wege kreuzen und denen ich mich nach wie vor ausgeliefert fühle, die ich aber mittlerweile erkenne und deshalb mit ihnen bewusst arbeiten kann und mich ihnen innerlich entgegenstellen kann.

Das letzte und allumfassendste Thema bleibt natürlich die Liebe. Männer kreuzen meinen Weg nach wie vor und nehmen für meinen Geschmack, also nach altem Muster, immer noch einen zu großen Bestandteil meines Denkens ein, bei aller Freiheit, die mir das Singleleben bietet, schaffe ich es trotzdem, mir unnötiger Weise schlechte Gefühle ans Bein zu binden, weil sich der Typ nicht oft genug meldet oder nicht den Mut besitzt, sich über die eigenen Gefühle im Klaren zu werden und offen zu kommunizieren, was er möchte. Noch nicht oft genug bin ich in der Lage mir darüber Gedanken zu machen, was ich möchte, unabhängig von meinem Gegenüber und Verantwortlichkeiten abzustreifen, die keine sind, wenn das Gegenüber sich nicht verantwortlich zeigt.

Es wird leichter mit der Zeit, alleine zu sein und ich erkenne, wie schön die Welt um mich herum ist und welcher Luxus mit dem Umstand verbunden ist, diese schöne Welt nur durch meine Augen zu betrachten.

Das ist der Zwischenstand der spannenden Reise zu mir selbst, ich bin gespannt, wie es weitergeht.

 

Der lange Weg in die Gegenwart

Kennt ihr das auch? Immer wieder nimmt man sich so viele Dinge vor, hat tausend Gedanken im Kopf, viele gute Eingebungen und verspürt einen unbändigen Tatendrang in alle mögliche Richtungen, aber man findet keinen Anfang? Statt sich der Dinge nacheinander anzunehmen, verharrt man in Tatenlosigkeit und ertappt sich auf dem Sofa sitzend ins Nichts starrend und gibt sich seiner zahlreichen Tagträume hin, anstatt aufzustehen und raus in die Welt zu gehen…

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich einen Blogeintrag geschrieben habe. Ich habe so oft die Lust verspürt, hätte so vieles zu sagen und zu erzählen gehabt, weil sich einige erfreuliche und aufregende Dinge getan haben und ich viel erlebt habe, aber ich habe Mal wieder keinen Anfang gefunden. Gerade habe ich einen flüchtigen Blick auf meinen Kühlschrank geworfen, der mit Postkarten, Einladungen, Eintrittskarten und allerlei Magneten plakatiert ist, und mein Blick ist dabei auf einem Brief haften geblieben. Diesen Brief habe ich ziemlich genau vor einem Jahr an mich selbst geschrieben und ihn dann mit 20 weiteren Briefen in eine Schublade gesteckt…Ihr fragt euch jetzt sicher, welchen Plan ich damit verfolgt habe… Ich kann euch beruhigen, gar keinen. Zumindest keinen Plan für mich. Mein Leistungskurs macht gerade Abitur und ich habe die Schüler vor einem Jahr gebeten einen Brief an ihr zukünftiges Ich zu schreiben, das kurz vor den Abiturklausuren steht. Dies haben die Schüler mit großer Begeisterung gemacht und ich scheinbar damals auch. Als ich diese Briefe vor drei Wochen aus der Schublade gekramt habe, habe ich nicht schlecht gestaunt, als mir mein eigener Brief wieder in die Hände gefallen ist. Ich hatte tatsächlich vergessen, dass ich ebenfalls einen Brief verfasst hatte. Erstaunt war ich vor allem darüber, dass ich scheinbar intuitiv gewusst haben muss, wie es mir heute gehen wird, denn ich habe mir selbst einige sehr passende und weise Worte mit auf den Weg gegeben. Natürlich steckt auch einige Ironie zwischen den Zeilen, aber der grundsätzliche Ton trifft dennoch den gegenwärtigen Gefühlszustand. Ich wusste genau, dass eine Zeit der Veränderung vor mir liegt, als ich mir damals schrieb, dass ich hoffen würde, heute die Konturen meiner Zukunft und der mit ihr verbundenen Träume, Wünsche und Hoffnungen etwas klarer sehen zu können, als zum Zeitpunkt des Verfassens des Briefes. Ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich las, dass ich eines nicht vergessen solle:

„Ich wünsche mir, glücklich und zufrieden zu sein, Ich selbst zu sein und frei zu sein. Freiheit ist das höchste Gut. Bewahre dir diesen Vorsatz, weiche nicht ab von diesem Weg, der vor dir liegt. Glaube an die Zukunft, vertraue darauf, dass alles gut wird!“

Vergessen werde ich die Bedeutung der Freiheit sicher nie, aber vielleicht ist dieser Gedanke, ist dieser privilegierte Zustand, nicht immer präsent, dringt nicht immer bis an die Bewusstseinsschwelle. In Zeiten wie diesen ist es kaum möglich, den Wert der Freiheit zu wenig zu betonen. Ich habe sogar das Gefühl, dass wir uns dessen trotz Wohlstandsgesellschaftsdenken langsam aber sicher alle immer bewusster werden, denn die Freiheit ist bedroht und das spüren wir. Ich war sehr stolz am letzten Wochenende, als ich beobachte konnten, mit wieviel Hingabe und friedliebenden Enthusiasmus die Kölner für die Bewahrung von Vielfalt, Offenheit und Toleranz auf die Straße gezogen sind, um zu singen und zu tanzen und das Leben zu feiern, das wir in einer Demokratie leben dürfen.

Freiheit bedeutet aber auch gedanklich frei zu sein. Dies ist es auch, was ich vor einem Jahr gemeint habe, als ich mir den obenstehenden Rat gegeben habe. Auch dieser Zustand birgt wichtige Güter. Nämlich die Eigenständigkeit und die Unabhängigkeit. Unabhängig zu werden ist vielleicht gar nicht das Schwerste. Ich habe im vergangen Jahr festgestellt, dass es zumindest für mich schwieriger gewesen ist, unabhängig zu sein. Ich hätte nicht gedacht, dass es einer so langen Zeit voller kritischer Gedanken bedarf, bis ich mich auch innerlich mit diesem Zustand wohl fühle und wieder im reinen mit mir  bin. Ich habe lange Zeit meiner letzten Beziehungen hinterhergetrauert, der ich aus freiem Willen und aus tiefster Überzeugung ein Ende gesetzt hatte. Doch prompt war ich frei und unabhängig, hat mein inneres Kind angefangen zu rebellieren, mich zu beschimpfen, mein Selbstwertgefühl mit Kritik und Zweifeln zu überhäufen und mich in ein verdammt unwägbares Tal zu schupsen, aus dessen Sumpf sich heraus zu kämpfen, so verdammt harte Arbeit war. Dankbar dafür bin ich heute auch nur bedingt, was aber nicht bedeutet, dass ich nicht einige Lektionen habe lernen können, die mich auf die Zukunft mit mir selbst vorbereitet haben. Dass ich jetzt endlich in dieser Zukunft angekommen bin, ist zumindest für mich ein erhebendes Gefühl. Ich wusste schon immer, dass ich ein Beziehungsmensch bin und ich sehr gut in Beziehungen funktioniere, weil ich mich gut auf andere Menschen einstellen kann. Es hat bis hier her gedauert zu lernen, auch alleine wieder ich selbst zu sein, nur eben eine andere Facette von mir selbst, die ich erst (wieder-)entdecken musste. Die spannende Reise zum eigenen Ich ist wahrscheinlich nie ganz abgeschlossen. An sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln gehört zu dem universalen Bedürfnis des Menschen zu Lernen dazu, keine Frage. Obwohl man sich selbst so nahesteht, nimmt es doch einige Reflexionsrunden und hermeneutische Zirkel in Anspruch, bis man überhaupt auch nur in die Nähe des existentiellen Denkens über die eigene Person – Wünsche, Träume, Hoffnungen, innere Glaubenssätze und Überzeugungen – gelangt. Ich kann diese Reise nur empfehlen, wenngleich ich nicht gedacht hätte, wieviel Überwindung es kostet, sich selbst kennenzulernen. Ich denke, dass ich heute eine neue Beziehung oder das Kennenlernen eines potentiellen neuen Partners doch anders erleben werde, als das noch vor einem Jahr der Fall gewesen ist. Die Perspektive hat sich deutlich erweitert und das Mehr an Verständnis für mich selbst hat mich gelehrt, dass die Unabhängigkeit einer anderen Person genauso schützenswert und wichtig ist, wie die meinige. Positiv für mich waren vor allem die Reisen, die ich im letzten Jahr erleben dürfte. Eigenständigkeit bedeutet unter anderem auch, Entscheidungen zu treffen, für die man die alleinige Verantwortung übernimmt. Ich habe in der Vergangenheit immer behauptet, ich könne keine Entscheidungen treffen. Heute weiß ich, das war glatt gelogen. Ich wollte keine Entscheidungen treffen. Auf meiner „Lebens-to-do-Liste“ aus dem ersten Blogeintrag steht, dass ich keine Angst mehr haben möchte. Diese Formulierung ist sehr allgemein gehalten, aber ich kann mit Stolz sagen, dass es gelungen ist, einige Ängste, die vielleicht auch mehr Unsicherheiten gewesen sind, abzuschütteln. Sich selbst zu zeigen, was man kann, ist wesentlich schwerer, als anderen Menschen zu zeigen, was sie leisten können. Heute kann ich mich auch in meine Schüler besser hineinversetzen, wenn sie an sich selbst zweifeln und kein Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten besitzen. Ich war der Auffassung, wie die meisten Erwachsenen, dass einfach nur ein guter Zuspruch nötig ist und ein wenig Motivation und dann läuft schon alles. Jetzt weiß ich, dass man gegen falsche innere Überzeugung nur mit viel Arbeit und Durchhaltevermögen und Zuversicht angehen kann und dass es eben Zeit braucht, bis man die eigene Wahrnehmung dauerhaft verändern kann.

Wieder in der Rolle des Schülers zu sein ist nicht immer leicht und angenehm, aber eröffnet die Möglichkeit, die Veränderbarkeit der Welt und die eigene Weiterentwicklung wirklich zu spüren und darauf zu vertrauen, dass neue Ziele erreicht und die eigenen Wünsche und Träume verwirklicht werden können.

Danke altes Alter Ego für deine Zuversicht!