It’s not time to make a change

Wenn Veränderung Erstarrung bedeutet, dann hat sich das Leben selbst eingeholt. Dann prasseln so viele verschiedene Emotionen, Gedanken, Ängste und Wünsche auf dich ein, dass du gar nicht weißt, an welcher Stelle du einhaken sollst oder kannst, um das sich Verändernde zu umfassen und zu begreifen. Zugegeben, ich bin nicht Thomas Mann oder Hemingway, aber ich wäre es an Tagen wie heute gerne, um das, was mich umtreibt, adäquat oder nachvollziehbar in verständliche und sinnvolle Sätze zu packen.

Nach den großen Plänen, die mich die letzten Wochen haben daran glauben lassen, dass ich alles schaffen und bewegen kann, frage ich mich gerade, ob ich nicht vielleicht doch vom eigenen Leben überrannt werde. Ich meine, mein Leben wäre ein Marathonläufer, der grinsend an mir vorbei düst und sich hämisch lachend zu mir umdreht und trotzdem nicht gegen den nächsten Pfeiler rennt und sich den Kopf anstößt. Das Leben weiß also, wie es läuft. Und wo es hin will. Cool wäre natürlich, wenn es mir gnädiger Weise ebenfalls auf die Sprünge helfen würde, damit ich zumindest die Strecke kennenlerne oder die Disziplinen, auf die ich mich für der Zukunft vorbereiten kann, in Augenschein nehmen darf. Ich will ja trainieren, ehrlich. Also zumindest möchte ich ein gutes Leben führen, von ernsthaften Ambitionen Sport zu machen, ist hier sicherlich nicht die Rede…jeder der mich kennt, weiß das, aber ihr vielleicht nicht. Ich möchte mein Leben leben, doch kenne die Definition von mein gar nicht…

Nun stecke ich in einer Sackgasse und bin zu faul aufzustehen. Ich bin unbeweglich und harre der Dinge, die da kommen werden und dieses Mal kann ich nicht einen anderen Menschen für diese Erstarrung verantwortlich machen. Das wiederum bedeutet, dass ein Teil dessen, was ich die letzten Jahre verpasst habe, auf mein Konto geht. Vielleicht ist das die Lektion, die ich gerade lernen soll. Der Witz ist nur, ich würde gerne selbst bestimmen, was ich lerne, wie ich lerne und wann ich lerne. Wie ironisch, dass es grad mir nicht vergönnt ist, diese Entscheidungen alleine zu treffen. By the way … so verwendet man das Wort „gönnen“ und nicht anders! Der Sprachwandel geht mir manchmal so gehörig auf den Sack, aber auch die Sprache verändert sich, bahnt sich ihren Weg und lässt sich nicht aufhalten, wenngleich sich mir zuweilen die Haare aufstellen.

Also Leben, gönn dir, aber lass mich nicht auf der Strecke liegen, sonst trete ich dir, sobald ich mich wieder aufgerafft hab, in den Arsch!

5 Gedanken zu “It’s not time to make a change

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